Mit dem Taxi durch die Luft

Lufttaxi

Das Start-up-Unternehmen Lilium aus München hebt mit seinem Lufttaxi ab. Das Taxi soll zu ganz regulären Taxipreisen gebucht werden können. Ziel ist es, den Pendlern zu ermöglichen, den Stau zu überfliegen.

Nach Aussagen des Unternehmens handelt es sich bei dem Lufttaxi um das erste elektrisch angetriebene Flugzeug. Seinen Jungfernflug hat der Lilium-Jet mit Bravour bestanden. Das Flugzeug kann senkrecht starten und genauso landen, aber auch mit dem Auftrieb der Flügel vorwärts fliegen. Damit meistert der Lilium-Jet einen perfekten Übergang vom Schwebe- zum Vorwärtsflug.

Lilium-Mitgründer und CEO Daniel Wiegand erklärt in einem Interview, dass sie mit dem Lilium-Jet einige der schwierigsten Herausforderungen der Luftfahrtingenieurwissenschaften gelöst haben. Durch die Möglichkeit des senkrechten Starts und des Vorwärtsfluges verbraucht der Lilium-Jet rund 90 % weniger Energie als vergleichbare Luftfahrzeuge. Der gesamte Energieverbrauch des Jets soll mit dem Verbrauch eines elektrischen Autos vergleichbar sein. Bei einer Reichweite von über 300 km soll der Flieger eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h erreichen können. Vor allem für Großstädte würde ein Flug mit dem Lilium-Jet eine enorme Zeitersparnis bringen. Die Gründer planen, mit ihrem Flieger einen Taxidienst in der Luft. Gebucht werden kann der Flieger mit einer App auf dem Handy. Bei einem Preis, der mit dem Autotaxi vergleichbar ist, gehen die Gründer davon aus, dass das Flugtaxi stark frequentiert wird.

224 Millionen für Lilium

Dass die Gründung so eines Unternehmens mit hohen Investitionen verbunden ist, dürfte jedem klar sein. Das Unternehmen hat sich bereits mit neuem Kapital bei seinen Investoren eingedeckt. Insgesamt konnte sich Lilium 224 Millionen EUR, umgerechnet 240 Millionen $, sichern. Das bestätigte der Gründer Daniel Wiegand in einem Interview gegenüber dem Handelsblatt. Der größte Geldgeber für das Projekt ist der chinesische Technologiekonzern Tencent. Mit dem Geld sollen vor allem Entwicklungsarbeiten und Flugtests finanziert werden. Wie Wiegand dem Handelsblatt mitteilte, ist die Serienproduktion des Jets bereits in Planung. Seit der Gründung des Unternehmens konnte das Start-up bereits mehr als 315 Millionen EUR einnehmen. Geplant ist, dass das Unternehmen ab 2025 als Flugtaxi Passagiere befördern soll.

Lilium kämpft gegen Kritik

Das Start-up wehrt sich vehement gegen Kritiker, die der Meinung sind, dass Reichweiten und Geschwindigkeiten mit der derzeitigen Technologie nicht vereinbar sind. Wiegand betonte noch einmal, dass seine Angaben richtig sind, denn die Kritiker haben zwar die richtigen Formeln benutzt, aber falsche Zahlen eingesetzt. Das konnte nur zu falschen Ergebnissen führen. Laut Wiegand spricht nichts dagegen, am Zeitplan festzuhalten. Ob Wiegand oder seine Kritiker Recht behalten, werden wir spätestens 2025 genau wissen.

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