Mit Drohnen Menschenleben retten

Ein Start-up-Unternehmen aus Lausanne baut spezielle Drohnen, die durch eine Schutzkugel gesichert sind. Damit können die Drohnen an gefährliche Orte vordringen, ohne dabei beschädigt zu werden. Flyability verringert mit seinen Drohnen nicht nur das Unfallrisiko für Menschen, sondern spart gleichzeitig Kosten. Schon jetzt werden die Drohnen des Start-ups in zahlreichen Industrieanlagen eingesetzt.

Ein Vorteil der Drohnen ist das Agieren in engen Räumen, die für Menschen unzugänglich sind oder deren Erkundung bislang zu teuer war. Die Drohnen werden ferngesteuert und können zum Beispiel in Höhlen, Kernkraftwerken oder im Inneren von Industrieanlagen eingesetzt werden. Selbst Polizei und Feuerwehr setzen inzwischen auf die Drohnen von Flyability.

Die Idee der geschützten Drohnen entstand nach dem Erdbeben von Haiti und der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Patrick Thévoz, eine der Gründer von Flyability, erklärt in einem Interview, dass er gemeinsam mit seinem Cousin Adrien Briod auf diese Idee kam, weil die damals eingesetzten Roboter nicht effizient genug waren.

Fliegende Roboter

Von Anfang an ging es den beiden Firmengründern darum, fliegende Roboter mit besonderen Fähigkeiten herzustellen. Die beiden Gründer haben lange an diesem Vorhaben gearbeitet und sich unterschiedlich vorbereitet. So arbeitete Patrick Thévoz einige Jahre als Unternehmensberater während Adrien Briod nach seinem Master in Mikrotechnik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne weiter an den fliegenden Robotern forschte. Die beiden Begründer des Start-up-Unternehmens ergänzen sich hervorragend und haben ein Unternehmen gegründet, das sich auf innovative Technologien stützt.

Kleine Fliegen als Vorbilder

Inspiriert wurden sie bei ihren Forschungen von Fliegen. Ziel der Forschungen war es, herauszufinden, wie sich die Fliegen bewegen und auf Stösse reagieren. Ausserdem wollten sie feststellen, wie es den Fliegen gelingt, immer die Orientierung zu behalten und mögliche Fluchtwege zu finden. Im Ergebnis waren sich die beiden Gründer einig darüber, dass ihr Flugobjekt klein und leicht sein musste. Gleichzeitig muss es starke Störungen ausgleichen, auf Kollisionen reagieren und stabil fliegen können.

Herausgekommen ist bei den Forschungen ein Flugobjekt namens Elios. Die Drohne hat einen Durchmesser von 40 cm und wiegt dabei gerade mal 700 Gramm. Sie befindet sich in einem kollisionstoleranten Käfig aus Kohlefasern. Ausgestattet ist Elios mit einer hochauflösenden Videokamera, einer Wärmebildkamera und einer integrierten LED-Beleuchtung. Dank der Wärmebildkamera kann Elios Menschen aufspüren und ihren Standort anzeigen. Die Drohne kann in einer Umgebungstemperatur von 0° bis 50°Celsius eingesetzt werden. Verwendet wurden Materialien, die die Drohne unempfindlich gegen Staub und Spritzwasser machen. Gesteuert wird Elios von einem Tablet aus der Ferne.

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