Revolution beim Telefonieren durch Start-up-Unternehmen?

Genau das hat das Start-up-Unternehmen Aircall vor. Unterstützt wird es dabei von der Deutschen Telekom. Aircall geht davon aus, dass vor allem Unternehmen auf eine gute Sprache ihrer Telefongeräte angewiesen sind, schliesslich werden Kundenbeziehungen nicht per WhatsApp geführt, sondern über Gespräche. Diesen Zusammenhang hat das Unternehmen aus Frankreich erkannt und bietet Firmen seit 2014 gute Telefonanlagen an. Allerdings darf man sich diese Telefonanlagen nicht als grosse Apparate mit vielen Knöpfen vorstellen, sondern es handelt sich dabei um ein Programm, welches sich in der Cloud befindet. Dadurch benötigt das Start-up-Unternehmen keine Hardware, und kann trotzdem garantieren, dass die Stimme High Definition ist. So jedenfalls berichtet es Jonathan Anguelov als Mitbegründer des Unternehmens Aircall. 

Investoren sind überzeugt

Von diesem Konzept konnte Aircall auch Investoren überzeugen. Selbst die Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP), beteiligt sich mit fast 60 Millionen EUR als Kapitalgeber und ist damit der Hauptinvestor in der aktuellen Finanzierungsrunde. Thomas Preuss als DTCP-Partner ist vom Produkt so überzeugt, dass er voll hinter diesem Deal steht. Anguelov erzählt in einem Interview, dass sie anfangs einfach nur für verrückt erklärt wurden und niemand das finanzielle Risiko eingehen wollte. 

Ein perfektes Team

Die 4 Gründer des Unternehmens haben sich durch den französischen Risikokapitalgeber E-Founders erst kennengelernt. Die Idee entstand im Kopf von Olivier Pailhes. Er und Anguelov sind inzwischen für das Geschäftliche zuständig, während Durand und Béchu für die Technik verantwortlich sind. Die Produktidee haben Sie einem E-Commerce Unternehmen zu verdanken. Der Inhaber hat sich beschwert, weil er kein passendes Telefonsystem für seinen Kundendienst finden konnte. Nach ausgiebigen Recherchen war es für Pailhes und Anguelov klar, dass es auf dem Markt tatsächlich noch kein System gab, das gleichzeitig zuverlässig und einfach zu bedienen ist. Inzwischen hat sich das gewandelt. Cloud-Systeme werden allmählich zum Standard. Umständliche Frage-Antwort-Menüs beim Anruf in grossen Unternehmen sollten damit der Vergangenheit angehören. 

Das Besondere an Aircall

Der Erfolg des Start-up-Unternehmens liegt vor allem daran, dass die Gründe ihre Software so gestaltet haben, dass sie CRM-fähig ist. Anrufe können aufgezeichnet und transkribiert werden. So wird der Kunde sofort von den Mitarbeitern auf seine Bedürfnisse angesprochen und muss nicht jedes Mal aufs Neue erklären, welche Probleme er hat. Dieser Service kommt bei den Kunden bestens an. Aircall gehört zu den wenigen Unternehmen, die vom Corona-Lockdown profitiert haben. Viele Home-office-Mitarbeiter brauchten sofort und schnell in der eigenen Wohnung eine gute Telefonverbindung. Damit konnte Aircall dienen. In Zukunft sollen auch Videodienste angeboten werden.

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