Steaks aus dem 3-D Drucker

Was sich fantastisch anhört, kann schon bald normaler Alltag sein. Eshchar Ben-Shitrit aus Tel Aviv hat sich mit unserer Ernährung beschäftigt. Er ist in einem Kibbuz aufgewachsen, in dem seine Eltern für Schlachttiere zuständig waren. Sein Resümee daraus ist, dass Tiere nicht dafür sterben müssen, dass wir Fleisch essen können. Mit seinem Start-up-Unternehmen setzt er auf den globalen Trend, Fleisch künstlich zu erzeugen. 

Das ist generell erst mal nichts Neues mehr, aber Eshchar Ben-Shitrit geht einen Schritt weiter. Bei ihm wird das Fleisch mithilfe eines 3-D-Druckers erzeugt. Sein Unternehmen „Redefine Meat“ wurde vor zwei Jahren gegründet und hat schon jetzt beträchtliche Erfolge aufzuweisen. 

Natürlich ist sein Fleisch komplett vegan. Mit seinem Drucker kann er innerhalb einer Stunde 50 Steaks produzieren. Noch ist sein Unternehmen im Aufbau, aber die ersten Interessenten sind bereits da. Mit Beginn des neuen Jahres laufen die ersten Verträge. Seine Drucker sind bis dahin so weit, dass sie in einer Stunde rund zehn Kilo Fleisch herstellen können. Ab 2021 soll sein alternatives Fleisch neben Israel auch in Deutschland und der Schweiz verkauft werden. Anvisiert sind erst einmal Luxusrestaurants. Wenn der Start in Deutschland und in der Schweiz gut verläuft, will Eshchar Ben-Shitrit sein Produkt weltweit anbieten. 

Kommt der synthetische Kraftstoff?

Das Wasserstoff-Start-up-Unternehmen Sunfire startet mit der industriellen Produktion. Während in Deutschland die Bundesregierung noch über Details der Wasserstoffstrategie diskutiert, ist das Start-up-Unternehmen aus Düsseldorf schon ein Stück weiter. Auch andere Länder sind wieder einmal einen Schritt schneller und schaffen schon Fakten. So entsteht in Norwegen die erste Anlage, um synthetischen Kraftstoff im grossen Massstab zu produzieren. 

Sunfire-CEO Carl Berninghausen bestätigte gegenüber dem Handelsblatt, dass die Pilotphase abgeschlossen ist und es jetzt an die Kommerzialisierung geht. Ziel ist es, bis zum Jahre 2023 pro Jahr 10 Millionen Liter des synthetischen Kraftstoffes zu produzieren. Damit will Carl Berninghausen zeigen, dass synthetischer Kraftstoff funktioniert und wirtschaftlich erschwinglich ist. Er ist davon überzeugt, dass andere seinem Beispiel folgen werden.

Die Power-to-X-Technologie (PtX) ist ein grosser Baustein für die Energiewende. Mithilfe eines strombasierten Verfahrens sollen CO2 und Wasser in Wasserstoff umgewandelt werden. Aus dem Wasserstoff können synthetische Kraftstoffe, Gas oder Strom entstehen. 

Es gibt kaum einen Bereich, in dem umweltfreundlicher Wasserstoff keine Anwendung findet. Während Wasserstoff heute noch aus fossilen Energiequellen gewonnen werden muss, zeigt das Start-up-Unternehmen, dass es auch ganz andere Wege gibt. Vor allem im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg könnte die Wasserstoffstrategie eine willkommene Alternative sein. So hat zum Beispiel der Stahlriese Thyssen-Krupp schon bestätigt, dass er verstärkt in Wasserstoffanlagen investiert. Sie sollen die Koks-Kohle bei den Hochöfen mit dem meisten Energieverbrauch ersetzen. In Japan, Holland und Österreich gibt es bereits eigene Wasserstoffstrategien und andere Länder werden ganz sicher folgen.

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