US-Elektro-Start-up contra deutsche Autobauer

Aus den USA meldet sich ein interessantes Start-up-Unternehmen zu Wort. Das Unternehmen Lucid beschäftigt sich mit Elektroautos. Genügend Geld konnte es sich bereits sichern und eine neue Fabrik soll Anfang des nächsten Jahres die Fertigung aufnehmen. Das Start-up Lucid hat für die nächste Zukunft noch grosse Pläne, sieht allerdings Tesla nicht als Konkurrenten. Lucid-Air gehört laut Peter Rawlinson, dem CEO des Unternehmens, in eine ganz andere Kategorie. Er meint, dass die Welt gross genug für zwei ähnliche Unternehmen ist. 

2017 zum ersten Mal vorgestellt

Das Elektrofahrzeug Lucid-Air wurde bereits 2017 vorgestellt und soll Anfang des nächsten Jahres ausgeliefert werden. Das Fahrzeug ähnelt einer stylischen Limousine, die es in Zukunft mit der S-Klasse von Mercedes aufnehmen will. Das Lucid-Air wurde optisch mit einem modernen Fliessheck ausgestattet und verfügt über eine Kraft von 1800 PS. Zum Fahrzeug gehören drei Motoren und eine interessante 900-Volt-Architektur. 

Alle Teile müssen perfekt ineinandergreifen

Mit dem Zeitplan hinkt das Unternehmen etwas hinterher, weil die Finanzierung der Serie D nicht so schnell ging, wie erwartet. Trotzdem ist das Finanzierungsergebnis am Ende dank einer öffentlichen Investition aus Saudi-Arabien positiv verlaufen. Wenn Corona nicht eingegriffen hätte, wäre der Zeitplan bestimmt besser einzuhalten gewesen. Inzwischen ist das Unternehmen fast fertig mit den Bauarbeiten für die neue Fabrik und der Produktionsbeginn steht im Fokus. Es handelt sich um die erste Fabrik in ganz Nordamerika, in der nur Elektrofahrzeuge gebaut werden. 

Der nächste Schritt folgt

Nun geht es daran, ein gutes Verkaufs- und Marketingnetzwerk aufzubauen. Wichtig ist laut Peter Rawlinson, dass alle Elemente chronologisch zum richtigen Zeitpunkt begonnen werden, um am Ende perfekten ineinanderzugreifen. Die Philosophie des Start-up-Unternehmens ist es, eine moderne Fabrik zu entwickeln, die zur rechten Zeit produktionsbereit ist und kein Kapital in der Luft hängen lässt. Begonnen werden soll mit den Produktionsprototypen des Airs noch in diesem Jahr. Spätestens Anfang 2021 sollen die Auslieferungen an die Kunden beginnen. 

Tiefgreifende Änderungen am Fahrzeug

Die Arbeiten am Design und der Technik wurden trotz Suche nach Geld vorangetrieben. Der Lucid-Chef vergleicht den Air mit einem guten Wein, der langsam aber stetig reift. Das Design wurde weitestgehend beibehalten, aber die inneren Werte verbessert. Der komplette Antriebsstrang wurde erneuert und mit seiner elektrischen 900-Volt-Architektur hat das Air sogar den Porsche Taycan überholt. Durch den verbesserten Wirkungsgrad benötigt das Air weniger als die Hälfte des Stroms. Eine weitere Änderung ist der neue, im eigenen Haus entwickelte Siliziumkarbid Inverter. Das Fahrzeug hat vorn und hinten Permanentmagnet Motoren. Das komplette Design ist gut ausgereift. Planetengetriebe, Differenzial sowie die weitere Technik sind innovativ und befinden sich auf dem neuesten Stand. Mit diesem Fahrzeug will das Start-up-Unternehmen die Welt erobern.

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